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Diese Seite versteht sich als Plattform für den Volksbildungskreis der unter anderem auch den klassischen Konzertzyklus "Musik der Meister" organisiert, dessen Konzerte im großen Saal des Wiener Musikvereinsgebäudes (Wien 1., Bösendorferstr. 12) aufgeführt werden.

Die bereits angekündigten Konzerte und Termine finden Sie links in unserer Navigation unter Ankündigungen.



Unser nächstes Konzert:

 

Sonntag, 21. Mai 2017

 

Grazer Philharmonisches Orchester 

Franz Schreker: Suite zu „Der Geburtstag der Infantin“

Henri Duparc: Lieder für Sopran und Orchester

Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 1, D-Dur, „Der Titan“

Dirigent: Dirk Kaftan

Solistin: Sophia Brommer

 



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Franz Schreker wurde 1878 in Monaco als Sohn einer steirischen aristokratischen Familie geboren. Nach dem frühen Tod seines Vaters kam er 1888 nach Wien, wo er bereits 14jährig am Konservatorium aufgenommen wurde. 1908 schrieb er seine "Pantomime" "Der Geburtstag der Infantin" für die Eröffnung der Kunstschau, was ihm erste Anerkennungen als Komponist brachte. Später festigte er seinen Ruf mit einer Anzahl von Opern, die in den frühen Jahren der Weimarer Republik zu den sehr häufig gespielten zählten.

 

Henri Duparc wurde 1848 in Paris geboren, war am Jesuitenkolleg Schüler von César Franck und wirkte richtungweisend an der Entwicklung der Sinfonischen Gedichte mit. Dabei ging es darum, den lyrischen oder epischen Stoff, der in der Programmmusik nur durch die Tonmalerei beschrieben wurde, herauszulösen. Er wurde nun einer Singstimme übertragen, die den Text direkt vortragen konnte. Dadurch konnte man sich von der "sprechenden" Musik entfernen, die nun als Begleitung eher illustrativen Charakter bekam und damit von der engen Bindung an die Dichtung befreit wurde. Die Lieder für Sopran und Orchester sind typische Beispiele für diese Entwicklung.

 

Gustav Mahler, 1860 in Böhmen geboren, studierte in Wien am Konservatorium und privat bei Anton Bruckner. Ab 1880 war er Kapellmeister in Bad Hall, Laibach, Olmütz, Wien, Prag, bis er schließlich Direktor der Oper in Budapest und danach Hofoperndirektor in Wien wurde. Er hat in seinem Schaffen als Expressionist die Grenzen des bis dahin Gültigen deutlich erweitert und schaffte damit einen neuen sinfonischen Typus. Seine 1. Sinfonie in D-Dur mit dem Titel der Titan entstand 1884-88, wurde von ihm als "Sinfonische Dichtung" bezeichnet und mit einer umfangreichen Erläuterung versehen, war aber nach der Uraufführung sehr umstritten. Durch seine detaillierten Beschreibungen zum Werk bis hin zu Details einiger verwendeter Melodien (die Anregungen wurden teils seinen "Liedern eines fahrenden Gesellen" entnommen), liegt er ganz in der Tradition der Programmmusik. Dies jedoch bereits unter Verwendung der für ihn typischen Musiksprache mit volkstümlichen Melodien, teils verfremdeten und collageartig geschichteten Themen und sich konsequent von der klassisch-romantischen Sinfonie weiterentwickelnd.