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Diese Seite versteht sich als Plattform für den Volksbildungskreis der unter anderem auch den klassischen Konzertzyklus "Musik der Meister" organisiert, dessen Konzerte im großen Saal des Wiener Musikvereinsgebäudes (Wien 1., Bösendorferstr. 12) aufgeführt werden.

Die bereits angekündigten Konzerte und Termine finden Sie links in unserer Navigation unter Ankündigungen.



Unser nächstes Konzert:

 

Sonntag, 10. September 2017

 

Grazer Philharmonisches Orchester 

Franz Liszt: Mazeppa, Sinfonische Dichtung Nr. 6

Gustav Mahler: Lieder eines fahrenden Gesellen, Zyklus für Bariton und Orchester

Robert Schumann: Sinfonie Nr. 2, C-Dur

Dirigentin: Oksana Lyniv

Solist: Markus Butter

 



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Franz Liszt wurde 1811 im heutigen Raiding – damals noch Ungarn – geboren und erarbeitete sich bald sowohl als brillianter Klaviervirtuose als auch als Komponist einen hervorragenden Ruf. Neben seinem umfassenden Werk im Bereich der Klaviermusik schuf er auch eine Reihe Sinfonischer Dichtungen, wozu auch Mazeppa gehört, entstanden 1854. Es ist ein typisches Beispiel der Programmusik, getreu einem Text von Victor Hugo folgend, der eine Sequenz aus dem Leben des Kosakenhetmans (des vom Volk gewählten Heerführers der Kosaken) Mazeppa erzählt. Vom Ausgesetztwerden in der Steppe, gebunden an ein Pferd über seine Errettung durch die Kosaken bis zum abschließenden, triumphalen Kosakenmarsch.

 

Mahler schrieb 1884/85 seinen vierteiligen Liederzyklus "Lieder eines fahrenden Gesellen" höchstwahrscheinlich unter dem Eindruck einer unglücklichen Liebe zu einer Sopranistin und orchestrierte das Werk 1890. Dies erklärt auch die Themenauswahl – Mahler selbst hat die Texte in Anlehnung an "Des Knaben Wunderhorn" verfasst - von "Wenn mein Schatz Hochzeit macht" über die Trauer über die Situation und sein Unglück bis zum beruhigenden Abschluss mit den Gedanken an "die zwei blauen Augen", als er sich unter einer Linde, sich mit seinem Schicksal abfindend zur Ruhe legt.

 

Robert Schumann schrieb seine 2. Sinfonie in C-Dur 1845/46, in einer Zeit, als seine Gesundheit in einem seelischen und körperlichen Tief war. Seine Themen können den unterschiedlichen Gemütszuständen zugeordnet werden, personifiziert durch seine zwei Phantasiebrüder Florestan und Eusebius. Er selbst wies auf die therapeutische Wirkung hin, die er beim Verfassen des Werkes spürte. Musikalisch ließ sich Schumann von Bach beeinflussen, der Aufbau entspricht – wenn auch schon viersätzig – dem der klassischen Sinfonien.