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Diese Seite versteht sich als Plattform für den Volksbildungskreis der unter anderem auch den klassischen Konzertzyklus "Musik der Meister" organisiert, dessen Konzerte im großen Saal des Wiener Musikvereinsgebäudes (Wien 1., Bösendorferstr. 12) aufgeführt werden.

Die bereits angekündigten Konzerte und Termine finden Sie links in unserer Navigation unter Ankündigungen.



Unser nächstes Konzert:

 

Samstag, 11. Februar 2017

Arthur Rubinstein Philharmonisches Orchester Lodz

Stanisław Moniuszko: Ouvertüre zur Oper „Halka“

Mendelssohn-Batholdy: Klavierkonzert Nr. 1, op. 25, g-moll

Sergei Rachmaninow: Die Sinfonischen Tänze, op. 45

Dirigent: Pawel Przytocki

Klavier: Yang Jiang



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Stanislaw Moniuszko, geb. 1819 im Landkreis Minsk, gest. 1872 in Warschau war polnischer Komponist, Dirigent und Musiklehrer. Er schrieb viele Lieder und Opernwerke, wobei seine Musik von Themen polnischer Volkslieder inspiriert ist, vornehmlich aus dem Polnisch-Litauischen Staatenverbund. Er wird daher auch als Vater der polnischen Nationaloper bezeichnet. Seine Opernwerke sind charakteristisch für die Romantik des 19. Jhdts., gefüllt mit Arien, Rezitativen und Ensembles. Typisch sind die Verwendung populärer Tänze wie Polonaisen, Mazurken und des Krakowiaks. Halka ist eine tragische Oper, die 1858 in Warschau uraufgeführt wurde. Mit der Thematik der leidenden, von den Herrschenden unterdrückten Halka traf diese Oper den Nerv der unter der Teilung Polens 1858 leidenden Bevölkerung und trug damit zum Entstehen der polnischen Nationaloper bei. Wir hören die Ouvertüre dieses Werkes, die eine Zusammenfassung der wichtigsten Themen bringt.

Die bekannte Pianistin Yang Jiang spielt für uns das Klavierkonzert Nr. 1 in g-moll, op. 25 von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Es ist das erste von zwei Klavierkonzerten, die Mendelssohn – geb. 1809 in Hamburg als Sohn jüdischer Eltern – für Wert befunden hatte, öffentlich aufgeführt und dafür mit einer Opuszahl versehen zu werden. Klavier- und Orchesterpart sind in dem Konzert eng miteinander verzahnt und von der Kompositionsweise von Carl Maria von Weber beeinflusst. So wie dieser lässt Mendelssohn auch in seinem ersten Klavierkonzert die Sätze ineinander übergehen, um den damals leidigen Zwischenapplaus zu unterbinden. So wie bei Weber beginnt das Werk mit einer knappen Crescendo-Orchestereinleitung mit einem kraftvollen, dramatischen Klavierauftritt, ohne die damals übliche längere Orchestereinleitung.

Sergei Wassiljewitsch Rachmaninoff, wurde am 20. 3. 1873 Bezirk Nowgorod, im Russischen Kaiserreich als Sohn anfangs begüteter, später verarmter Eltern geboren und erhielt bereits mit vier Jahren von seiner Mutter Klavierunterricht. Er studierte schließlich in St. Petersburg, dann in Moskau das Fach Klavier, das er 1891 abschloss. Parallel dazu begann er Kompositionen zu schreiben, übernahm aber 1904 als neue Herausforderung eine Dirigentenstelle am Bolschoi-Theater. Von den beiden Weltkriegen entwurzelt, folgten Auslandsaufenthalte in mehreren Ländern, darunter USA, Dänemark und der Schweiz. Schließlich kaufte Rachmaninoff ein Anwesen in den USA auf Long Island. Dort entstanden die Sinfonischen Tänze Op. 45. Dieses Werk mit seinem ursprünglich autobiographischen Programm wurde Rachmaninows letztes. Es erfordert eine besonders große Besetzung des Orchesters und gilt als anspruchsvoll zu spielen.