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Unser nächstes Konzert:

 

4, Samstag 10. März 2018

Bruckner Orchester Linz

Anton Bruckner:  Sinfonie Nr. 8, in c-Moll (WAB 108)

Dirigent: Markus Poschner



Anton Bruckner (*1824 in Ansfelden; † 1896 in Wien) war nicht nur einer der bedeutendsten österreichischen Komponisten der Romantik, sondern auch Organist und Musikpädagoge. Er gehörte dabei zu den wichtigsten und innovativsten Komponisten seiner Zeit, wobei seine bedeutendsten Werke die monumental angelegten Sinfonien sind. Erst spät von seinen Zeitgenossen als Komponist gewürdigt, hat er dennoch durch seine Werke bis ins 20. Jahrhundert hinein großen Einfluss auf die Musikgeschichte.

Seine besondere Bedeutung liegt in der Weiterentwicklung der Gattung der Sinfonie, die sich zu Beginn seines Schaffens in einer Krise befand, weil sich die meisten Komponisten vom Schaffen Beethovens überschattet sahen und lieber auf andere Gebiete auswichen bzw. sich mit "sinfonischen Dichtungen" begnügten. Richard Wagner hingegen fand den Ausweg in "Gesamtkunstwerken" mit Bühnenbild und Gesang. Brahms versuchte, die Sinfonie von seinen Erfahrungen aus der Kammermusik her weiter zu entwickeln.

Bruckner jedoch konzipierte seine Sinfonien von Anfang an für großes Ortchester. Von Schubert übernahm Bruckner das Abgehen von betonter Dramatik zugunsten einer organischen Entwicklung der Themen – was mit ein Grund für die daraus entstehenden Aufführungslängen der Werke ist. Aus seiner Erfahrung als Kirchenmusiker erklärt sich auch das Auftreten vieler Elemente der Barockmusik (Kontrapunktik bis hin zur Fuge, mit eher akkordischer als linearer Satzführung). Er setzt auf das Einstreuen von kurzen Tonsymbolen, oft aus Quart oder Quint und verwendet oft einen für ihn typischen Rhythmus aus wechselnden Zweier- und Dreiertakten.

Bruckners 8. Sinfonie, die oftmals als „Krone der Musik des 19. Jahrhunderts“ bezeichnet wird, wurde 1887 nach dreijähriger Arbeit fertiggestellt. Bruckner hat sie Kaiser Franz Joseph I. gewidmet. Auch diese Sinfonie wurde – wie bei Bruckner häufig – mehrmals umgearbeitet, die letzte Fassung entstand 1890, zur sehr erfolgreichen Uraufführung kam es im Dezember 1892 durch die Wiener Philharmoniker unter Hans Richter.

Im Aufbau der Sätze entspricht auch die 8. der von Bruckner entwickelten, typischen Aufbauform seiner Sinfonien:

Der 1. Satz ist auch hier, wie bei Bruckner meistens ein moderates Allegro und in Sonatenhauptsatzform strukturiert, wobei hier die Coda – für Bruckner untypisch – leise ausklingt.

Der 2. Satz: Scherzo – Trio, das Bruckner selbst mit dem "träumenden Deutschen Michel" bezeichnet, ist umfangreich gestaltet mit markigem Rhythmus, schließt schließlich aber mit dem ruhigen Trio.

Der 3. Satz der 8. Sinfonie ist ein feierlich langsames Adagio in Rondoform. Die beiden Themen mit typischen, großen Tonsprüngen werden immer wieder zitiert, zwischendurch mit Zitaten von Wagnermotiven.

Der Finalsatz, wie bei Bruckner üblich in der gleichen Tonart wie der Anfangssatz und in Sonatenhauptsatzform, beginnt feierlich und beeindruckend mit Anklängen an Militärmusik. Der ganze Satz ist durch immer wiederkehrende Steigerungen gekennzeichnet. In der Coda erklingen als abrundender Abschluss nochmals die Hauptthemen der vier Sätze mit einer beruhigenden Variante des Themas des ersten Satzes in C-Dur.